Die Werke von Marion Haas folgen einem berauschenden feminin-surrealistischen Prinzip.
Marion Haas schöpft sinnliche, erotisch angehauchte Energien aus geheimnisvoll verborgenen unbewussten Quellen ihrer Phantasie und entführt den Betrachter durch eine besondere Farb- und Formempfindung aus dem schnöden Alltag in ganz besondere Gefühlswelten, die ihm die Idee des Anderen, des Möglichen und Unmöglichen vermitteln.
Marion Haas verfügt über ein schöpferisches Potential, das sie in die Lage versetzt, die eingeschliffenen visuellen und geistigen Doktrinen des Gewöhnlichen und Bekannten zu brechen, neuartige, surrealistisch motivierte Verbindungen von Formen und Farben einzugehen.
Ihre ungewöhnlichen, z.T. animistisch angehauchten Ideenfindungen bestechen durch ihre Natürlichkeit und sympathischen Naivität, die oft jeden Zweifel an wirklichem Gefühl entkräften.
Ihre Vorliebe für Blumen und Herzen verbindet sich mit ihrem verspielten und liebenswerten Wesen zu einer emotional geladenen zutiefst weiblichen Malerei. Ich bezeichne die Malerei von Marion Haas als weiblichen Surrealismus.
Michael Becker / Leiter der Wiesbadener Freien Kunstschule